18.12.2011
Liebe Ö’s!
Vor einiger zeit hatten wir die Woche des Pamphlets, diese Woche wird die Woche des Alphabets und zwar alleine deswegen, weil sich das so schön reimt!
„Gebet“ und „Diät“ wären auch noch möglich gewesen (wobei ersteres passend und zweiteres unpassend zu Weihnachten gewesen wäre…); „Gemüsebeet!“ höre ich da jemanden schreien. Na ja.
Um solche Themen kümmern sich schon andere Printorgane zu genüge, wir von der KP (hier ist natürlich die Kisten-Postille und nicht etwa die Partei gemeint!) widmen uns also ganz in eigener Sache dem Alphabet (von dem wir noch rausfinden müssen, weshalb es nicht eigentlich Omegabet heißt).
Beginnen wir – ganz klassisch – mit
A, eine einfache Übung: Andreas Hofstätter, seines Zeichens Österreicher (deshalb auch unter „Ö“ zu finden, hö, hö!) und Mann für die Zahlen bzw. numerischen Angelegenheiten des Hofbauernhofs.
B = Bauernhof. Vom Aussterben bedrohter Ort (mehr und mehr von sog. Agrarfabriken verdrängt), an dem eine erkleckliche Menge Tiere, Pflanzen und Menschen in einem jahreszeitlichen und stofflichen Kreislauf zusammen leben und zur Fruchtbarkeit der Erde beitragen.
C = Chicoree, möglicher Wintersalat, wird aus der im Sommer geernteten und geköpften Wurzel an einem dunklen Ort in Erde oder Wasser getrieben. Lecker mit Orangenstückchen und Sahnedressing, aber auch einfach zum so knabbern.
D = Dinkel von den Ökos wiederentdecktes Getreide mit druschresistentem Spelz (bleibt trotz Mähdrescher am Korn und bedarf eines gesonderten Schälvorgangs). Deshalb und aufgrund geringeren Ertrags, deutlich teurer als andere Getreidearten. Sehr gut bei Weizenunverträglichkeit geeignet.
E = Else Weidenbach. Dienstälteste Hofbäuerin, Blumen- und Samenzauberin, gute Fee des Bauerngartens und ästhetische Gralshüterin des Hofbauernhof-Geländes.
F = Fiffi, Hofhund in spe (z.Zt. vertreten durch Sir Alex)
G = Gänse. Ohrenbetäubende, herzinfarktfördernde Ansammlung langer Hälse, aber CO2-arme Rasenmäher in Gottes Gnaden.
H = Hühner. Kuschelkompatibles Federvieh (männliche Exemplare ausgenommen!) mit Dividendenausschüttung.
I = Iris Grimm, ihres Zeichens Ökokisten-Queen, verantwortlich für Einkauf, Planung, Qualität und Packraum-Organisation.
J = Julia Rehfeld, leidenschaftliche Sammlerin von Imkerei-Utensilien, managed nebenberuflich Hoffest und Weihnachtsmarkt und steht für alle Schandtaten Gewehr bei Fuß.
K = Katzen. In vierfacher Ausführung vorhanden, angestellt für Sicherheitskontrollen in der Wurst- und Fleischverpackungsabteilung.
L = Laurin (Bruder) Grimm, Quotenfußballer auf der Suche nach seinem Pendant um die Gebrüder wieder zu vereinen.
M = Marit. Blondeste Hofbäuerin und Sopranistin im gemischten Christenchor.
N = Nordpol. Großes Skigebiet mit fragwürdigen Zukunftschancen. Oder: Nina Schüüüder! = Erelebnispädagogin im Einsatz, managed die Zeitpläne der Mitarbeiter und alles sich um das Thema drehende.
O = Onkel. Schon klar.
P = Pinkus. Original Braunviehbulle und Bioland Biersorte.
Q = Querulant, Quark, Quorum: suchen sich sich was aus: alles irgendwie säuerlich.
R = Roggen-Sauerteig. Größtes und ausdauernstes Brot der Hofbackstube, auch nach 3 Wochen noch frisch wie der Morgentau. Oder: Ruth Graeber = Hofladen-Chefin, Frau für die Ästhetik sowie Überblicks-Satellit und Memory Stick.
S = Schweine. Ungewohnt braune Allesfresser mit großer Vorliebe fürs Gebürstet-werden. Grundlage für die legendäre Hofbauernhof-Bratwurst…
T = Tranquillo. Vorsatz für 2012.
U = Uff. Gleich ist es geschafft.
V = Viel… ist’s nicht mehr.
W = Wanja, Zweitname von Simon, seines Zeichens Erfinder, Bastler und Feuerkönig sowie Maßstab in Sachen Draufgängertum.
X = Machen Sie ihr Kreuz an der richtigen Stelle!
Y = Yoghurt, meine Lieblingssorte ist Stracciatella.
Z = Zoe Graeber, erster Platz im Detailzeichenwettbewerb 2011.
Hallo, hallo liebe Ökokistler! 12.12.2011
Also: über unseren gestrigen Weihnachtsmarkt werde ich nur wenige Worte verlieren, denn mir scheint so, als wären eh alle da gewesen.
Vielen Dank an alle Besucher, es war für uns ein sehr schöner (wenn auch anstrengender…) Tag und wir surfen glücklich in Richtung Weihnachts-Kisten-Pause (der letzte Liefertag des Jahres 2011 ist Freitag, der 23. Dezember, der erste Liefertag des neuen Jahres ist dann der 10. Januar. Geplant werden die ersten Kisten am 04. Januar, ab diesem Tag können Sie also über den Internetshop auch schon wieder tätig werden).
Viele Besucher waren auch bei uns in der Backstube, um uns einmal über die Schulter zu schauen und so die eine oder andere Frage loszuwerden. Wie viel Handarbeit in unseren Backwaren steckt, konnte man sehen, andere Qualitäts-Aspekte verstecken sich eher in den Zutaten, z.B. in der Wahl der Getreidesorten oder der Hefe.
Wir verwenden seit Anfang an Bio-Real-Hefe, ein, wie wir finden bedeutender Unterschied zur konventionellen Hefe!
Herstellung konventioneller Hefe
Seit der Getreideknappheit im Ersten Weltkrieg wird Melasse zur Hefeherstellung eingesetzt. Melasse ist ein billiges Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Bei der Herstellung konventioneller Hefe sind chemische Stickstoffquellen, wie z. B. Ammoniak, Ammoniumsalze und Laugen sowie verschiedene Säuren (u.a. Schwefelsäure), synthetische Vitamine und Wuchsstoffe notwendig. Die konventionelle Hefe muss nach der Fermentation mehrfach gewaschen werden, um unangenehme Geschmacks- und Geruchsstoffe zu entfernen. Das Abwasser ist stark belastet, nur schwer zu reinigen und dadurch ein echtes Umweltproblem!
BIOREAL Bio-Hefe - es geht auch anders
In einer auf rein biologischer Basis hergestellten Nährlösung aus biologischem Getreide, sauberem Quellwasser sowie Enzymen werden ausgewählte Hefestämme gezüchtet. Alle eingesetzten Mikroorganismen und Rohstoffe sind garantiert ohne gentechnisch veränderte Organsimen. Bei der Fermentation wird auf chemische Zusätze verzichtet und als Entschäumer wird Bio-Sonnenblumenöl eingesetzt. Das Waschen der BIOREAL Bio-Hefe ist nicht notwendig. Zur Sterilisation wird Wasserdampf eingesetzt, Desinfektionsmittel sind überflüssig. Das Fermentationsmedium ist sogar die Basis für weitere Produkte, wie z. B. Vorteig- und Sauerteigstarter
Übrigens: die Verwendung biologisch erzeugter Hefe ist in den EU-Biorichtlinien erst ab 2013 vorgeschrieben, somit verwenden weiterhin viele Bäcker, die Biobrote ausloben, zur Herstellung konventionelle Hefe, wie immer nach dem Prinzip: „möglichst die billigsten Zutaten einkaufen“. Fragen sie doch mal unverbindlich nach, falls sie an anderer Stelle „Bio-Brot“ einkaufen!
Eine weiterhin schöne Weihnachtszeit, schauen Sie doch mal wieder in unser Weihnachtsangebot und machen sie es sich gemütlich mit der einen oder anderen Bio-Köstlichkeit! Bis nächste Woche!
Ihre Hofbauenhöfler
Forschen Schrittes durchschreiten wir die vorweihnachtliche Zeit und möchten an dieser Stelle ein weiteres Mal den Versuch unternehmen, Klarheit zu schaffen über diverse Dinge.
Für diesen einen Kundenbrief haben wir uns selber eine selbstauferlegte Selbstbeschränkung geselbst, äh gesetzt: wir werden einmalig keine Zusatz-Aussagen in Klammern verwenden (auf Kundenwunsch...) - Sie haben auch einen Wunsch für die Kistenpost? Sprechen Sie uns an!
Im Weihnachtsangebot hat sich ein übler Druckfehler in Form eines falschen Preises eingeschlichen: der Früchteglühpunsch kostet in Wirklichkeit € 3,75 und nicht € 7,60.
Diese Woche finden sie Cherimoya aus Spanien in ihrer Obstkiste. Echt schwer mit den Klammern. Cherimoya sind mitnichten Scheuerschwämme aus der neuesten Raumfahrtforschung, sondern eine Frucht. Da diese Frucht sehr druckempfindlich ist, wird sie bislang selten exportiert und kommt in West- und Mitteleuropa meist unreif in den Handel. Die Früchte reifen nach der Ernte nach, sie zählen daher zu den klimakterischen Früchten. Die Cherimoya ist essreif, wenn ihre Haut leicht schwärzlich ist und auf leichten Druck nachgibt. Sie wird geschält und von den inneren Samen befreit und dann pur oder mit ein wenig Zitronensaft genossen. Fruchteis mit Cherimoyageschmack ist in Chile weit verbreitet. „Nur“ reif ist Cherimoya auch ein Genuss, sie sollte allerdings nie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird empfohlen, die Frucht zum Nachreifen in Papier einzuschlagen, bis das Fruchtfleisch weich ist – etwa wie das der Mango oder der Avocado, die ja auch meistens unreif verkauft werden.
Achtung: Der Saft der Cherimoya verursacht beim Kontakt mit der Kleidung hartnäckige, schwer zu entfernende bräunliche Flecken.
Außerdem finden sie Nikolaus-Äpfel, extra klein und mit einem prachtvollen Rot ausgestattet, sowie Walnüsse in Vorbereitung auf die Stiefel (?) - Füllung.
Unser Bioland Kollege und passionierter Kohlbauer Viktor Weber hat diese Woche den Rosenkohl beigesteuert. Guten Appetit!
Politische Äußerungen jeglicher Couleur im Kundenbrief sind von uns – vielen Dank für die Rückmeldungen – absolut gewollt, aber nicht immer auch absolut gemeint! Will heißen: bitte verstehen sie unsere Themen z.B. den Nationalpark-Flyer vom Nabu oder unser letztwöchiges S21-Pamphlet als Anregung, als Hinweis nach dem Motto: „um dieses oder jenes Thema finden wir, sollten sich mehr Menschen einen Kopf machen, respektive aktiv werden, respektive überhaupt Bescheid wissen“. In welcher Richtung sie dann daraufhin aktiv werden, ist natürlich absolut Ihnen selbst überlassen – das versteht sich für uns eigentlich ganz von selbst, soll an dieser Stelle aber noch einmal ausdrücklich gesagt werden.
„Politik ist die „Gesamtheit aller Aktivitäten zur Vorbereitung und Herstellung gesamtgesellschaftlich verbindlicher und/oder am Gemeinwohl orientierter und der ganzen Gesellschaft zugute kommender Entscheidungen.“ sagt schon unser Freund und Kupferstecher Thomas Meyer, seines Zeichens Politikwissenschaftler an der technischen Universität Dortmund und sagt damit meiner Meinung nach nichts anderes als „Alle Handlung bzw. Nicht-Handlung ist einfach politisch, da lässt sich nix machen!“ Bei der Sache mit dem Nationalpark sind wir selber z.B. noch völlig uneins und unentschlossen, was denn da nun die beste Lösung wäre, von Überstülpung jeglicher Couleur halten wir auf jeden Fall nix, denn dann gibts hinterher, wenns auf irgendeine Weise schief gelaufen ist, wieder die Möglichkeit vermeintlich „Schuldige“ zu benennen, was uns in unserer sozialen Entwicklung ja irgendwie nicht weiterbringt.
Unisono mit Weihnachten rückt auch der bäuerlich-kunsthandwerkliche Hofbauernhof- Weihnachtsmarkt näher und wie in all den letzten Jahren, legen wir allen ans Herz zu diesem wunderschönen, stimmungsvollen, bunten, strahlenden Fest anzureisen! Besonders eindrucksvoll und begeisternd ist für uns die Stimmung die durch die vielen Freunde, Bekannten und Unbekannten aufkommt, die mit uns diesen Tag gestalten. In unserem vielseitigen Kuchenbuffet spiegeln sich diese Menschen wieder und es ist fantastisch anzusehen, was da in den letzten Jahren alles an Vielfalt geschenkt wurde.
Auch dieses Jahr freuen wir uns also wieder über Menschen, die für den Hofbauernhof-Weihnachtsmarkt einen Bio-Kuchen spenden. Sollten sie sich berufen fühlen, zögern sie nicht uns diese Berufung anzuzeigen... 07446-916047 oder
Wenn sie dann am Tag X ihren Kuchen vorbeibringen, wäre es fürs Kuchenbuffet sehr schön, wenn er mit einem Namen versehen wäre. Am besten irgendwas Adliges: „Apfelige Biotarte von Altensteig“, oder so.
Wir haben noch ein Gebinde Samba Kokos bei uns im Hofladen stehen, aber leider vergessen, für wen wir ebendieses bestellt haben... Da läuft jetzt also unter der Rubrik „Bitte melde dich!“
An siebter Stelle stehen unsere winterlichen Betriebsferien! Der letzte Liefertag des Jahres 2011 ist Freitag, der 23. Dezember, der erste Liefertag des neuen Jahres ist dann der 10. Januar.
1000 mal Aktualität des Hofblogs versprochen, nie hat's funktioniert - dann eben auf die brachiale Tour: Der Hofblog wird aktuell(er).
Hier wird es ab sofort jeweils den aktuellen Kundenbrief zu lesen geben (d.h. jede Woche neu!), denn - und das ist der Riesenvorteil - dann müssen wir uns nicht immer noch was Neues aus den (vom vielen Klammern tippen eh schon wunden Fingern) saugen. Sonst könnte man ja gleich Journalist werden.
Clever, oder?
Los gehts:
20.11.2011
Willkommen in der letzten vollen Novemberwoche des Jahres 2011 (soweit sind wir schon…), schnallen Sie sich an, diese Woche wird’s ernst in der Kistenpost!
Am Anfang steht diese Woche (mal wieder? Ist das so?) ein dreifaches, großes SCHADE, SCHADE, SCHADE, dass so wenig Menschen den Weg zur Filmwelten Filmvorführung des aufrüttelnden Filmes „Good food, bad food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ gefunden haben (dabei steht Loßburg doch auf fast jeder Landkarte, wenn mich nicht alles täuscht)!!!
Dieser Film ist Anfang des Jahres in die Kinos gekommen und ich finde, er ist ein wichtiges Puzzlestück in einer zwingenden Notwendigkeit des Umdenkens und Umlenkens.
Dieser Film kann wach rütteln und deshalb ist es wichtig, dass ihn viele Menschen sehen und durch ihn hoffentlich begreifen an welcher Stelle wir als Menschheit stehen und welche Verantwortung in unserem Handeln und Nicht-Handeln liegt (Weihnachtsgeschenk!).
"Wachrütteln", das bedeutet aber auch, die Mechanismen unserer Sozial- und Wirtschaftsordnung neu zu überdenken und unsere Gewissheiten über das, was wir für normal halten, zu hinterfragen:
Ich wollte keinen Film drehen, der nur mit dem Zeigefinger auf die Schuldigen deutet und die Leute deprimiert. Zunächst einmal ging es darum, gewisse Dinge, über die wir uns bereitwillig hinwegtäuschen lassen, beim Namen zu nennen. Die Wahrheit ist schließlich, dass eine kleine Minderheit von Menschen immer mehr Reichtum auf sich vereint, während die Mehrheit unausweichlich der Verarmung preisgegeben ist. Dabei sind die ökologischen Probleme nur die Folge eines Gesellschaftsmodells, das die Ausbeutung, die Plünderung und den Profit höher bewertet als die wahren Kräfte des Lebens.
Lange wollte man uns weismachen, dass das moderne System der Landwirtschaft imstande sei, das Problem des Hungers in der Welt zu lösen. In Wahrheit ist das aber eine schamlose Lüge: Niemals zuvor hat es so viele hungernde Menschen gegeben und ihre Zahl steigt mit jedem Tag. (Zitat der Regisseurin Coline Serreau
Viele gerade stattfindende politische Ereignisse lassen hoffen, dass sich mehr und mehr der Eindruck durchsetzt, dass es so nicht weitergehen kann und dass wir als Bürger eines Landes viel machtvoller sind, als wir uns oft zutrauen und vor allem: dass Demokratie kein statischer Zustand ist, sondern nur durch stetigen Input (in Form von Engagement) am Leben gehalten werden kann!
Deshalb auch das nächste Thema: (Text mit leichten Änderung aus dem Demokratie-Flyer „Ja zum Ausstieg“ entnommen)
Baden Württemberg schreibt gerade Geschichte. Eine stetig wachsende Bürgerbewegung wehrt sich gegen die Politik der vergangenen Jahre.
Die Forderung: Wenn Regierungen uns Steuerzahler um viele Milliarden Euro erleichtern wollen, dann muss das Volk mitreden können. Es ist der Erfolg dieser Demokratiebewegung, dass jetzt am Sonntag, den 27. November (1. Advent) die Finanzierung des umstrittenen Milliardenprojekts Stuttgart 21 beim ersten Volksentscheid unseres Landes (unglaublich, oder?) zur Abstimmung steht.
So ging’s los
Vor der Landtagswahl 1992 wurde die Planung von Stuttgart 21 geheim gehalten. Bei der nächsten Wahl waren die Verträge bereits unterschrieben. Politiker und Bahn Vorstand haben das Projekt generalstabsmäßig vorbereitet: „Gegner und Skeptiker sind nicht im Stande gewesen, die Sache zu zerreden“, freute sich der damalige Bahn Chef Heinz Dürr, denn „die Art der Präsentation“ sei ein „überfallartiger Vorgang“ gewesen. Sogar das Parlament wurde getäuscht: Heute wissen wir, dass die Vertragsabschlüsse unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zustande kamen. Kosten wurden verschleiert und die Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 wurde maßlos übertrieben.
Weder die Baden Württemberger noch die Einwohner von Stuttgart oder der Region konnten je über Stuttgart 21 und die viel günstigeren Alternativen abstimmen. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart versprach Wolfgang Schuster noch einen Bürgerentscheid. Als er gewählt war, wollte er von seinem Versprechen nichts mehr wissen. Mit 67.000 Unterschriften versuchten die Stuttgarter deshalb 2007, einen Bürgerentscheid durchzusetzen. Er wurde nicht zugelassen. Begründung: Alle Verträge seien unterschrieben. Der Oberbürgermeister hatte rechtzeitig zu Beginn der Unterschriftensammlung Verträge mit dem Land unterschrieben, um das begonnene Bürgerbegehren zu unterlaufen.
In der Folge entstand eine der mächtigsten Bürgerbewegungen in Deutschland. Auch Pfefferspray, Polizeiknüppel und Wasserwerfer konnten die Menschen nicht einschüchtern. Der damalige Ministerpräsident Stefan Mappus sah sich gezwungen, Heiner Geißler als Vermittler einzusetzen. Obwohl der Faktencheck die Bahn Kritiker in vielen Punkten bestätigte, lehnten Bahn Chef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer jeden Kompromiss ab. Sie wollen heute auch das Ergebnis der Volksabstimmung nicht abwarten. Es soll gebaut werden – gegen den Willen der Bevölkerung und ohne vollständige Genehmigung.
Die Hürden der Volksabstimmung
Die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 fordert schon lange eine Volksabstimmung. Doch anders als in unseren Nachbarländern Bayern, Hessen, der Schweiz oder Frankreich zählt bei uns nicht allein die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Hier gilt eine demokratisch fragwürdige Klausel – das „Quorum“ – die dazu führt, dass gar nicht abgegebene Stimmen wie Neinstimmen gewertet werden. Für die rechtlich bindende Wirkung kommt es nach dieser Regelung allein auf die Zahl der abgegebenen JA Stimmen an. Deshalb kann niemand diese Entscheidung einfach anderen über lassen. Nur eine Stimmabgabe mit JA zwingt die Basta Politiker zur Suche nach einem Kompromiss. Sorgen Sie am 27. November für klare Verhältnisse! Ein JA bei der Volksabstimmung ist ein JA zu Bürgerbeteiligung und mehr direkter Demokratie.
Trotz dieses bombastischen Verdikts, wollen wir Ihnen auch diese Woche nicht das Rezept vorenthalten, sie zu unserem Weihnachtsmarkt am 11. Dezember mit 38 Ausstellern einladen, auf unser Weihnachtsangebot und das neue Gesamtsortiment hinweisen und noch einen kleinen Expertentipp loswerden: sollten sie in unserem Shop einen bestimmten Artikel suchen, wühlen sie sich nicht aufwändig durch die vielen Warengruppen, sonder benutzen Sie einfach das Suchfenster!
„felbr“ eingetragen und sie kommen garantiert zum… na? Apfelbrot! Richtig.
Ach ja, eins hätte ich noch: Könnte mal wieder jemand den Niederschlag anstellen? Danke.
Löadjlsarhlkaewlrkj !
Hier sollte eigentlich ein handfester, waschechter Fluch stehen, aber mir ist ehrlich gesagt so spontan kein unbedenklicher eingefallen (vielleicht eine Marktlücke – „Unbedenkliche Flüche“?!) In diesem da oben sind für meinen Geschmack auch ein paar zu viele „j’s“ drin, ich probiers noch mal:
Löadolsarhlkaewlrko !
Schon besser, aber die Fluchentwicklung ist mir doch ein zu hartes Geschäft, da lasse ich die Finger von und widme mich lieber anderen Dingen… nämlich hintergründigeren (Wow! Die Rechtschreibprüfung des viel zu weit verbreiteten Schreibprogramms mit W, kennt „hintergründigeren“! „Wow“ hingegen kennt es nicht.)
Löadjlsarhlkaewlrkj und Löadolsarhlkaewlrko kennt es natürlich auch nicht –noch nicht!
Seit Ende der ersten Zeile (ca. 14.45 Uhr) versuche ich hier auf den Grund für meinen Fluchwunsch zu kommen, aber sie glauben gar nicht, was einem hier in diesem Mehrpersonen-Büro so alles dazwischen kommen kann. Da wird so ein Schreibauftrag zum reinsten .
Mittlerweile ist es nämlich schon 17.45 Uhr und ich habe gerade mal…Moment! ...
elf Zeilen zu Stande gebracht (die Leerzeile mitgerechnet sind es 12)
Also:
Ich darf ja hier in diesem Forum eigentlich nicht mehr klagen (arithmetischer Mittelwert schon überschritten), ABER! ABER! ABER!
So geht’s doch echt nicht weiter mit dieser löadolsarhlkaewl-dammten schwarz-gelben Sch… ubiduaa….
Klammheimlichtuer allesamt, dass es auf keine Kuhhaut mehr geht, vor allem auf keine Öko-Kuhhaut mehr!
„So“, sagte Minister X sich eines Morgens während des Rührens in seinem sicherlich unfairen Kaffee und nach einem Biss in das, aus 25 Zutaten (inklusive Gips) bestehenden Papp-Brötchen, „die ökologische Landwirtschaft bewirtschaftet nun schon 6 % der Flächen in Deutschland, da lassen wir es doch jetzt mal gut sein“! Ging ins Badezimmer und drehte den sparsam tröpfelnden Hahn mit der großen, großen Wasserpumpenzange feste zu. Bums.
“Wir wollen ja nicht übertreiben, gell Elfriede?!“
Bevor mich gleich der  holen muß, beschließe ich an dieser Stelle lieber den literarischen Tag und wünsche eine schöne Woche (vielleicht gibt es ja den ersten Schnee! Hoffen Sie’s, hoffen Sie’s nicht oder träumen Sie etwa von einer  ?)
Auch unsere Kinder haben jetzt ein Ei-Phone!
Da konnten wir ja schließlich nicht zurückstehen.
Der Empfang ist zugegebener Maßen noch verbesserungsfähig, aber das Schmuse-App ist wirklich beachtenswert...
03.09.2011
Schade, schade: so langsam gehen die großen, großen Sommerferien ihrem Ende entgegen und mit ihnen dann wohl auch der Sommer...
Die Schuttberge vom letzten Blog sind verschwunden (gelohnt hat es sich fast nicht, da das Hoffest total ins Wasser gefallen ist - Starkregen und dadurch hervorgerufenen Weinkrämpfe vereinigten sich zu Sturzbächen biblischen Ausmaßes... so eine Höchststrafe!). Nun kann man schon fast wieder auf die Schneeberge warten, mal sehen, wie das neue Pfalster das Gekratze mit der Frontladerschaufel so mitmacht...
Wir sind mitten in der Gemüse- und Eierernte, erfreuen uns am noch etwas ungewohnten, vielstimmigem Gegacker von Mathilde, Larissa, Melanie, Elfriede, Gerlinde & co, aber so ein Hühnermobil lässt sich ja auch wegfahren vom Haus - wie praktisch...
Dieses Jahr sind so unglaublich viele unserer Kunden im Urlaub, dass uns schon ganz Angst und Bange wird, ob unserer leckeren angebauten Dinge... und neben anderen Vermarktungsmodellen ("CSA") sehnen wir dann schon doch das Ende der Ferien herbei.
Bis zum nächsten Mal, der Blog
Tzsch...puh! 27-06-2011
Jetzt geht er bald los, der Hoffest und Open Air-Monat Juli...
Zitternd stehen alle Hofbauern und -bäuerinnen in der Ecke und blicken in Schockstarre auf die vielen Dinge, die da, und dort und hier und da (und sogar da drüben!) kippelig stehen, genervt liegen, ungeduldig hängen und lässig lehnen... und alle schreien gleichzeitig: RÄUM MICH AUF! (Was hockste da und blogst rum!)
Dieses Jahr haben wir es aber auch besonders bunt getrieben und einen guten Teil des Hofes aufgerissen, damit das Ganze auch mal eine richtige Herausforderung ist.
Oh je, oh je...
So viel nur ganz kurz von der Front...
Ihr Blog
09-06-2011
Ja natürlich, war ja klar, logisch, wussten wir's doch: auch auf dem Hofbauernhof wird ge-"plankt"! (Englisch auszusprechen und zu verstehen)
Ein sogenannter "Jugend-Trend", der um sich greift...
Sie können es nicht fassen? Wir auch nicht.
Zuerst nicht.
Doch dann haben wir es gemacht und da wir uns ja eh gerade im Land-Art-Äon befinden (Veranstaltungs-als auch Jät-mäßig), empfanden wir das Ganze als ziemlich gute, quasi humane, Ergänzung.
Keinen Deut, wovon ich hier spreche?
Probieren!
Einfach mal drauflos geplankt - allein die verdutzten Gesichter sind der Mühe wert...
26-03-11
Der März, der März, der März ist da bzw. fast schon wieder vorbei!
Da es mittlerweile so viele auswärtige Blog-Beobachter gibt, die mir auf die Füße steigen, wenn ich meine Aktualisierungsversprechen nicht einhalte, sei dem hiermit Abbitte getan:
Die Saison steckt noch in den Kinderschuhen, aber die Hofbauernhöfler und ihre Bordcrew feuern schon wieder aus allen Rohren: Mist aufsetzen, Scheibeneggen, Grubbern, Aussäen - Dank eines ja wirklich sehr zeitigen Frühjahrs alles schon passiert (und weiter dabei zu passieren, natürlich!).
Große Umstellungen im Ökokisten-Betrieb angestoßen (tägliches Packen, zweiter Großhandel im Boot, zeitnahere Bestellfristen, Umbauplanungen und -maßnahmen im vollen Gange...), großer Holzeinschlag gemeistert, Brennholzrückstand angefangen aufzuholen, Kulturprogramm fertig gestellt...
Und so weiter, und so weiter... sind solche Aufzählungen nicht wahnsinnig langweilig?
06-01-2011
Ein Stern erstrahlt in neuem Glanz: der Hof-Blog ist wieder da!
Mit neuen, glanzvollen, hochgesteckten Neujahrsvorsätzen hin zu einer optimierten Informationsstruktur für alle Besucher der Hofbauernhof-Homepage und insbesondere für alle Fans der Menüpunkte "Hof-Blog" und "Mitarbeiter des Monats" !!!
Wir sind jetzt übrigens auch ohne Bindestriche zu erreichen unter www.hofbauernhof.org, .com und .net! Probieren Sie's bitte mal aus (auch wenn sie die Bindestriche nicht satt haben, das bringt uns nach vorne)!!!
Mit Beginn des Jahres werden wir unsere Homepage so nach und nach einem Facelifting (das lässt sich jetzt aber echt nicht verdeutschen...) unterziehen und damit einhergehend soll es dann auch eine Art Newsletter geben, wenn sich neues Bild- und/oder Textmaterial eingefunden hat. Damit man/frau nicht ständig vergebens bei uns vorbeisurft!
Schön, oder was haben sie so für Neujahrsvorsätze?
Falls noch keine, schauen sie doch mal unter "Aktuelles" rein!
Bis bald, Ihr BLOG
07. November 2010
So.
Der Winter kann (aus rein landwirtschaftlicher und gemüsebaulicher Sicht) Einzug halten.
Die letzten Pastinaken (das sind immer die letzten) haben sich in den Keller begeben, der Acker ist mit Mistkompost versorgt und "gescheibt" und die Kühe warten schon sehnsüchtig im Nieselregen darauf, dass sie endlich, endlich in ihren schnuckeligen, warmen Stall dürfen, um dort wieder reichlich Fressbares vorzufinden (draußen ist jetzt echt alles ratzekahl weggefressen).
Lediglich der Bauerngarten wartet noch an einigen Ecken auf die abschließenden Herbstarbeiten und für die Waldarbeit wünschen wir uns auch noch ein wenig Schneefreiheit.
Die Werkstatt allerdings (siehe Bild), ja die kann man tatsächlich auch bei ätzendstem Wetter aufräumen -nötig hat sie es schon lange...
Ach ja, das große Aufräumen steht ja eh bald wieder an, denn unser kunsthandwerklicher und bäuerlicher Weihnachtsmarkt am dritten Adventssonntag steht ja auch schon fast in den Startlöchern!
Zwischendurch gibts noch ein wenig äußerst fordernde Gemeinschafts-Supervision mit unseren Beratern, etliche Bereichstreffen (von der Ökokiste über die Pädagogik bis zur Backstube) und dann gehts auch schon an die Anbauplanung...
Ich grüße Sie!
Ei-jei-jei, durch die viele Pressearbeit für unsere diversen Festivitäten (bald geht's schon wieder los mit dem Weihnachtsmarkt...), ist dieser Hof-Blog hier völlig unter die Räder geraten!
Der Sommer hat uns voll im Griff, wir haben die letzten Wochen fröhlich und gut gelaunt vor uns hingeschwitzt, kalten Latte machiato getrunken und zugeschaut wie die Praktikanten gearbeitet haben. Ansonsten hieß es mal wieder aufräumen, aufräumen, aufräumen, denn der Winter und das Frühjahr produzieren doch immer wieder ganz schön viel Kruscht.
Unser Gemüse ist dieses Jahr endlich so wie es das Gärtnerherz begehrt, nämlich eine wahre Augenweide. Üppig, gesund und vor allem: nahezu unkrautfrei (nicht von selbst, das sei hier nur der Vollständigkeit halber noch erwähnt!).
Und auch die Kartoffeln stehen so gut da wie noch nie -bis gestern, denn anscheinend hatten auch die Genossen Wildschweine davon Wind bekommen und den Krumbiegeln einen Besuch abgestattet! Unser Steffen (siehe Mitarbeiter des Monats) ist seitdem ganz aufgeregt, denn er ist ja schließlich nicht nur Forstwirt, sondern auch gelernter Jäger!
Nochmal kurz zu unseren Praktikanten. Alle möchten natürlich gerne auf der Mitarbeiter des Monats-Seite landen und wir können unumwunden zugeben, dass es dieses Jahr auch wirlich alle verdient hätten (bis jetzt), aber leider ist dieses Völkchen durch die Bank sehr photoscheu.
Wir waschen unsere Hände in Unschuld, versuchen aber bald etwas kreatives nachzureichen...
Bis auf weiteres, der blog
24.05.2010
Servus miteinand!!! (wie unser Föj-ler sagen würde)!
Oh Schreck, der Winter ist gerade rum, da steht auch schon der Juni vor der Tür!
Und mit ihm high life auf dem Hofbauernhof!
Was wird uns, da wir nun den Großteil des Gemüses auf dem Acker haben, die nächsten Wochen so beschäftigen?
2010 ist das Jahr der Waldorfpraktikanten, denn seit knapp 2 Monaten ist „die Saison eröffnet“ und wir haben nun bis in den Oktober permanent mindestens einen Voluntär (na ja, mal mehr, mal weniger…) bei uns untergebracht – die meiste Zeit sind es drei bis vier „Praktis“.
Zwei Premium-Exemplare mussten wir am Wochenende nach drei Wochen leider schon wieder an ihre eigentlich Erziehungsberechtigten zurückgeben, es war uns wirklich eine Freude mit den beiden und es kullerten sogar einige Tränen. Schön.
Mit den Nachfolgern werden wir uns nun also weiter ans Pflanzen, Jäten, Hacken, Füttern, Bauen, Aufräumen, Putzen, Holzspalten, Mähen, Wenden, Schwaden, Pressen, Kochen, Backen, Packen, Pflastern, Hämmern, Schrauben, Sägen, Singen und Händchen halten machen.
Ein Teil der Arbeit wird für unsere beiden großen sommerlichen Feste verwendet werden, das Hoffest am 18. Juli und das Hofbauernhof Open Air mit Dota und den Stadtpiraten am 30. Juli. Mit letzteren verbindet uns eine mehrdimensionale Affinität, denn neben ihren sozialen und politischen Ansichten (die durch die eloquenten Texte – unterstrichen durch große Musikalität - zum Vorschein gebracht werden), hat es uns irgendwie der Name angetan, denn auch wir sprechen vom Hofbauernhof oft als von „unserem Piratenschiff“.
Einerseits ist es die Ostansicht (vom Bauerngarten aus) mit ihren vielen, vielen Fenstern, die den Eindruck des klassischen Piratenschiff-Hecks vermittelt, andererseits das windschiefe Ambiente in der alten Gaststube mit knarzenden Dielen, klemmenden Türen und (so bildet man sich manchmal ein) schwankenden Kronleuchtern.
Fehlt eigentlich nur die Gallionsfigur…
05-04-2010
"Long, long time ago... I can still remember, how that music used to make me smile..."
Wenn sie jetzt auch so wie ich, die Melodie dieses Liedes von Don McLean im Kopf haben, bin ich ganz zufrieden, denn exakt die ging mir durch den Kopf, als ich das Datum des letzten blogs anschaute.
Der Schnee ist endlich weg (ein paar schattige Ecken und der lächerliche Hügel vor'm Haus mal ausgenommen), nächste Woche kommen die ersten Jungpflanzen (respektive Praktikanten...) und alle Zeichen stehen auf "Start".
Da müssen wir schnell noch den Ostermontag nutzen, um die schon lange auf Halde liegenden, administrativen Tätigkeiten auf die Reihe zu bekommen, für die dann bald, bald bestimmt gar keine Zeit mehr sein wird!
Ab dieser Woche wird sich bei uns auch wieder einiges umstellen, denn wir verlängern (ähnlich wie die Atomlobby...) die Laufzeiten unseres Backofens bzw. der Hofbackstube: der Donnerstag kommt als weiterer Backtag hinzu!
Wer hätte das gedacht: nun gibt es bei uns Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag frisches Brot und vor allem: FRISCHE BRÖTCHEN!
Schade, dass so wenige Menschen aus dem Dorf diese Möglichkeit nutzen und damit Dorfstruktur und Regionalität stärken!
Viel ist passiert mal wieder (kein Wunder wenn die Phasen zwischen den blogs auch so groß sind...), besonders erwähnenswert scheinen mir hier zwei Premieren.
Unsere gute alte Hofstube hat diese abgeleistet: zum einen ihre Premiere als Tagungsort - wir haben im März ein zweitägiges Seminar zum Thema Ökokisten-Software mit 12 Teilnehmern veranstaltet (samt exzellenter Verköstigung und Übernachtung!) - zum anderen ihre Premiere als Kulturveranstaltungsort. Eigentlich als Notlösung herangezogen, war das Ambiente derart überzeugend, dass es nun doch noch zumindest ein zweites Konzert in der Stube geben wird.
Bei beiden Veranstaltungen hat die Stube ihre erstaunliche Wandlungsfähigkeit beeindruckend unter Beweis gestellt. Wir sind gespannt in wie fern sich das Spektrum noch aufweiten lassen wird (Künstlergarderobe, Buffet- und Pausenraum, Wickelstube, Märchenzimmer, Tagungsraum, Vorstandssitzungen, Weihnachtsfeiern, Proberaum - alles schon dagewesen)!
Dem langfristig entgegen steht natürlich die Entwicklung, dass trotz Verbraucherablehnung und gesundheitlicher Risiken EU-Gesundheits-Kommissar John Dalli die Gentechnik-Kartoffel Amflora der BASF zugelassen hat. Nun darf diese Kartoffel in der EU angebaut, als Futtermittel verwendet werden und bis 0,9% Lebensmittel verunreinigen. Die Zulassung gilt für 10 Jahre.
Jetzt wird dann auch der Zusammenhang zum Bild klar...
Mit aktiven Grüßen, der Blog
03-01-2010
Zwanzig Zehn (wer kann's verstehn?)
Zwanzig Zehn (echt voll extrem!)
Zwanzig Zehn (was wird da gehn?)
Zwanzig Zehn (ist das genehm?)
Zwanzig Zehn (wie unbequem!)
Zwanzig Zehn (voll öde... gähn!)
Zwanzig Zehn (Hermann van Veen...)
Zwanzig Zehn (oder doch schön?)
Eine kleine poetische Einleitung zur Gewöhnung, denn bisher hieß es ja immer (zumindest bei uns) "Zweitausendneun", aber wir haben uns für die nächsten 90 Jahre eines besseren belehren lassen.
Wo wir gerade bei Poetik (oder Poesie? Wo ist denn eigentlich der Unterschied?) sind: das Bild dieses blogs entstand übrigens aus Inspiration durch das Rilke-Gedicht:
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
18-11-09
Die Zeit vergeht (wer hätte das gedacht?) und unser gerade noch "Ach, ein Glück, endlich ist es fertig und wie schön ist es doch geworden-Kulturprogramm" ist schon fast wieder veraltet.
Die Weihnachtszeit rückt in Form von riesigen, auf LKW's vor dem Hof vorbeifahrenden Weißtannen näher...
...und wir?
Wir haben noch einiges auszumisten und fahren deshalb schon im Morgennebel mit dem Miststreuer über die Felder. Außerdem basteln wir hier (Stall) und wurschteln dort (Packraum), es ist überall ziemlich matschig, aber die Aufräumarbeiten vor dem (vielleicht gar nicht kommenden?) Schnee sind im Gange.
Dank des schönen Wetters sind wir gerade dabei doch noch so einige Dinge (z.B. Obstbaumpflege) abzuarbeiten, an deren Erledigung wir schon nicht mehr geglaubt haben.
Auch die Kinder freuen sich, dass es draußen noch relativ mild ist und spielen noch im Sandkasten, die Kühe sind trotzdem eingestallt, denn das Outdoor-Futter ist definitiv zu Ende, der Marder wollte wohl auch ins Warme und hat vor einigen Nächten unseren Hühnern einen Besuch abgestattet um mit ihnen eine nicht ganz so appetitliche Party zu feiern...
Heute ist unsere Berta von ihrem Eber-Urlaub zurückgekehrt (buchen auch sie ihren Erotik-Reise-Event unter www.hof-bauern-hof.de...) und komplettiert unsere bunte Sammlung an Haustieren wieder.
Einzig von unserem Webmaster haben wir schon lange nichts mehr gehört.
Wir wünschen eine Weihnachtszeit, die es in sich hat!
Der Blog